Artikel-Schlagworte: „Robert Gernhardt“

Der Nonsinn-Adventskalender

05.12.2010 sm

Das Fensterchen zum 6. Dezember:

Ein Lied, das der berühmte Philosoph Haeckel am 3. Juli 1911 vormittags auf einer Gartenpromenade vor sich hinsang

Wimmbamm Bumm
Wimm Bammbumm
Wimm Bamm Bumm

Wimm Bammbumm
Wimm Bamm Bumm
Wimmbamm Bumm

Wimm Bamm Bumm
Wimmbamm Bumm
Wimm Bammbumm

Aus: Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten, herausgegeben von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer, S. Fischer Verlag Frankfurt am Main 2004, S. 135

Image of Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten


Jede Woche neue Antworten

11.02.2010 sm

Immer wieder gerne konsultieren wir “Das Buch der Antworten” von Carol Bolt. Für alle, die es nicht kennen: Man überlegt sich eine Ja- / Nein-Frage, nimmt das Buch in die Hand, blättert, konzentriert auf die Frage, aber ohne hinzuschauen, durch die Seiten, schlägt das Buch auf und hat die Antwort.

Die Antwort der Woche lautet:

Mit Sicherheit nicht

Jetzt müssen Sie sich nur noch die dazu passende Frage überlegen.

Sehr witzig ist immer wieder auch ein anderes Buch zum Glückaufschlagen, nämlich “Bilden Sie mal einen Satz mit … Ein Dichterwettstreit”, hrsg. von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer. Der Glücksaufschlag der letzten Nacht lautet:

Bilden Sie mal einen Satz mit….

Kindergarten

Mit dem Essen musst’ die Hexe warten
da im Ofen noch die Kindergarten.

Richtigstellung:

Im Artikel “Die neue Ehrlichkeit: Beobachtungen aus dem Alltag” wurde behauptet “Ich bin doch blöd”. Richtig ist natürlich “Ich bin doch nicht blöd”!


Wilhelm Busch

09.01.2008 sm

Ein besonderes Jubiläum ist heute zu begehen, also – und hier spielen wir jetzt erst einmal einen Tusch ein, hauen auf die Pauke und lassen sämtliche verfügbaren Fanfaren erklingen: genau vor hundert Jahren starb Wilhelm Busch. Für Robert Gernhardt zählt er zu den Könnern seines Fachs und „nahm so ziemlich alles vorweg, was viel spätere Stilrichtungen und Künstler dem Menschenbild und der Welt der restlichen optischen Erscheinungen antun sollten. Busch hat nämlich den Jugendstil vorweggenommen

den Pointillismus
den Expressionismus
den Kubismus
den Kubismus, jawohl
den Futurismus
den Konstruktivismus
den Surrealismus
den Tachismus
den Tachismus, doch
die Op- bzw. Pop-Art und
die Neue Figuration.

Ferner nahm Busch eindeutig und zweifelsfrei folgende Künstler vorweg:
Salvador Dali und Claes Oldenburg
Henry Moore
Jean Dubuffet
Alberto Giaccometti
sowie Günter Uecker und
Georg Baselitz.”

Die Belege, die Gernhardt zu jeder dieser Behauptungen mit schlagender Beweiskraft hinzustellt, kann ich leider hier nicht abbilden. Der äußerst lesenswerte Aufsatz findet sich in Gernhardts noch lesenswerterem Buch „Der letzte Zeichner“, das nur von den lesens- und betrachtenswertestestesten Arbeiten des Meisters daselbst, also Busch, getoppt wird.

Und hier der ultimative Rat: auf keinen Fall eine Ausgabe von Buschs Werken kaufen, die nicht mindestens alles enthielte, sowieso.