Artikel-Schlagworte: „Dummheit“

Aphorismus der Woche

01.07.2011 sm

“Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.”

Ödön von Horváth, Geschichten aus dem Wienerwald. Motto


Der Nonsinn-Adventskalender

15.12.2010 sm

Das Fensterchen zum 16. Dezember:



aus: Rhein Main ExtraTipp

Dies wäre natürlich wieder ein Fall für Thilo Bode. Mit was das Fleisch substituiert wird, erfährt man nicht, denn “pflanzliche Fette” kann ja soviel wie alles bedeuten. Warum dies Surrogat ausgerechnet etwas für “Ernährungsbewusste” sein soll, bleibt ebenfalls opak. Immerhin aber hat das Marketingprodukt unseren Wissenschaftsredakteur, Dr. Rainer Mumpitz, auf eine bahnbrechende Idee gebracht: Hirnplus. Lesen Sie hierzu das Interview mit ihm:

Schelmuffsky: Herr Dr. Mumpitz, was bedeutet Hirnplus.

Dr. Rainer Mumpitz: Bei Hirnplus wird körpereigenes Hirn durch naturidentisches Stroh ersetzt. Dies bringt für den Nutzer von Hirnplus eine Reihe von eklatanten Vorteilen.

Schelmuffsky: Welche?

Dr. Rainer Mumpitz: Studien mit ersten Probanten, die vor der Behandlung zur Grübelei neigten, zeigten, dass Hirnplus das exaltierte Nachdenken über alles Mögliche stoppt. Die Probanten waren umgehend glücklicher und bestätigten damit das berühmte Zitat von Erasmus von Rotterdam:
“Es tut halt so sauwohl, keinen Verstand zu haben, dass die Sterblichen um Erlösung von allen möglichen Nöten lieber bitten, als um Befreiung von der Torheit.”

Schelmuffsky: Das klingt verlockend. Welche Eigenschaften hat Hirnplus noch?

Dr. Rainer Mumpitz: Durch die Strohschicht wird das Resthirn gut gegen Kälte und Hitze geschützt. Ein Sonnenstich z. B. ist praktisch ausgeschlossen. Man kann stundenlang ohne Sonnenschutz in der Sonne bräunen.

Schelmuffsky: Gibt es auch irgendwelche Nebenwirkungen?

Dr. Rainer Mumpitz: Hirnplus-Behandelte klagen anfangs über Einschlafprobleme, da sie sich erst einmal an das Rascheln im Kopf gewöhnen müssen. Das geht aber sehr schnell.

Schelmuffsky: Welche Folgen hat Hirnplus für die Gesellschaft?

Dr. Rainer Mumpitz: Auch Sie werden ja schon häufiger bemerkt haben, dass es Unzählige gibt, die dringend auf Spenderhirn warten. Ihnen kann zukünftig mit der durch Hirnplus substituierten Hirnsubstanz geholfen werden.

Schelmuffsky: Das klingt in der Tat sensationell. Herr Dr. Mumpitz, vielen Dank für diese erhellenden Ausführungen.


Neue Lesefrüchte: Der Fachidiot

06.11.2010 sm

“Erst im Auslande habe ich gemerkt, wie verrufen dieser am eigenen Wissen emporgezüchtete deutsche Gelehrte ist, der die Berührung mit der Umwelt nur noch aufrecht erhalten kann über das gedruckte Wort seiner sehr besonderen Sparte. Menschlich ist da wenig zu holen. Darum hatte es Hitler leicht, sie Stück für Stück auf seine Schnur zu reihen, die Simibrillanten der deutschen Wissenschaft. Ich war einmal Zeuge, wie sich zwei berühmte deutsche Gelehrte zum ersten Male begegneten, nachdem sie sich zwanzig Jahre in Fachbriefen und wissenschaftlichen Traktaten ausgetauscht hatten. Ich meldete den Berliner Professor dem Münchner Kollegen. “O”, sagte dieser, “gut, daß der Geheimrat kommt, da können wir ihn ja gleich fragen…brieflich ist das kaum noch zu klären.” Kein Aufblitzen der Freude, – die Herren reichten sich die Hand, zwei Kalbsschnitzel hätten kaum saftloser aufeinander liegen können; kein persönliches Wort. Ich stand erschüttert dabei. So benehmen sich doch nur Sieger und Besiegte bei der Unterzeichnung des Waffenstillstandes. Ich leugne nicht, daß diese Gelehrten eine katalysierende Aufgabe an der Wissenschaft “an sich” zu erfüllen haben. Sie sind hoch aktivierende Parasiten, gleich den Millionen Larven im Magen eines Elefanten, die das Unverdauliche verdauen helfen. Solange es eine Wissenschaft gibt, wird es diese Professorenspezialität unter den Spezialisten geben, die zum Glück selber nicht wissen, daß sie ein Purgatorium sind. Hitler hat diese Aufgußtierchen seiner Bewegung verachtet wie die Kirchen, mit denen er paktierte.”
aus: Albert Vigoleis Thelen “Die Insel des zweiten Gesichts”, Amsterdam 1953, S. 716


Aphorismus der Woche

23.10.2010 sm

Zu dumm und nicht dumm genug: ein ganzes Leben kann an dieser Klippe scheitern. Kann?

Albert Vigoleis Thelen – Die Insel des zweiten Gesichts, Amsterdam 1953, S. 306


Aphorismus der Woche

19.08.2010 sm

“Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.”
Albert Einstein